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ich schaue, aber ich sehe nicht ...
ich rede, aber ich spreche nicht ...
ich denke, aber ich verstehe nicht ...

ich schreibe für heute eine letzte sms:
es tut mir leid. es hat nichts mit dir zu tun.
manchmal würde ich gerne über die blumenwiese spazieren ..
aber die gibts nicht mehr ...

seit längerer zeit einmal ein samstag abend zu zweit. der ältere sohn hat sich doch entschlossen, zu seinem bruder und seiner mutter zu fahren und bei ihnen das wochenende zu verbringen.

nach dem abendessen machen wir es uns auf der couch gemütlich. wir trinken weisswein, machen uns dann einen cocktail und sehen uns einen film an. ich zünde ein räucherstäbchen mit der bezeichnung "opium" an - ich mag diesen duft und seine farbe ist ein dunkles violett -, stecke es in die sandschale inmitten der kerzen und lege einen film ein. immer wieder während der bilderflut sehe ich "fotos" - ähnlich eines standbildes - mache mir gedanken dazu und merke, dass ich eigentlich gar nicht auf den film aufgepasst sondern nur das bildmaterial aufgenommen hatte.
die vier kleinen roten kerzen stumpen, relikte vom vergangenen adventkranz aus dem vorjahr , brennen in der sandschale, in der wir normaler weise eigentlich nur räucherstäbchen abbrennen. ihr spärliches licht erhellt mässig den raum. der duft verbreitet sich. ich hole tief luft und geniesse den geruch. für einen augenblick scheint es, als sei die welt in ordnung. später suche ich mir ein "patschuli" räucherstäbchen aus - es ist schwarz aber besitzt ebenfalls einen wunderbaren duft.

als der film aus ist, habe ich lust, noch ein stück eines anderes films zu sehen. beim durchblättern kommt mir "die frau des zeitreisenden" unter. wir sehen uns die erste und die letze szene an und ich denke daran, dass das ende im buch doch ein ganz anderes war. in gedanken versunken summe ich das lied "es ist ein ross entsprungen" und stosse einen tiefen seufzer aus ... "ach ..."

"woran denkst du?", werde ich gefragt. ein paar sekunden halte ich inne, dann erwidere ich: "ich habe gerade einen blogbeitrag geschrieben."
"in gedanken?"
"ja, in gedanken."

"dann steh auf und schreibe ihn nieder, sonst ist er morgen weg"
"danke", sag ich zu ihr, "nun habe ich ein schönes ende für den beitrag"

 

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